Was Du ab Tag 3 nicht mehr zu Dir nimmst:

  • Fast Food
  • Allzu Fettiges
  • Fleisch
  • Rohes Obst oder Gemüse
  • Kohlensäurehaltige Getränke, Cola, Soft Drinks
  • Zucker und Süßigkeiten
  • Alkohol
  • Industrielle Speiseöle

Was Du ab Tag 3 besonders zu Dir nimmst:

Morgens 

  • einen warmen Brei (Hafer, Hirseflocken, Frühstücksbrei)
  • Porridge
  • Müsli
  • Joghurtbecher (ggfs. mit Früchten, geschroteten Leinsamen, Kräutern, etwas Flocken…)
  • Smoothie


Mittags

  • Kartoffeln, Couscous, Reis, Quinoa mit
  • Gemüse aller Art je nach Saison: Möhren, Fenchel, Kohlgemüse, Paprika, Tomate…
  • Gemüsesuppen


Abends

  • Gemüsesuppe – Kürbis, Karotten, Linsen, Kartoffeln
  • Tomaten mit Mozarella und Rucola
  • Tofupfanne mit Gemüse
  • Avocadosandwich mit Tomate und Kräutern
  • Kartoffelsalat


Ein- bis zweimal die Woche kannst Du gerne Fisch dazugeben. Auch hin und wieder ein Geflügelschnitzel (bio) ist vollkommen in Ordnung.


Und hier eine Anmerkung zu Kartoffeln:

Wenn Du Kartoffeln kochst und abkühlen lässt, verändert sich die Zuckerstruktur in der guten Knolle und es entsteht die resistente Stärke, Typ 3. Und diese ist gerade für die Zeit der Darmsanierung besonders gut. Hier ein etwas genauerer Einblick in dieses Thema:


Was hat es mit der resistenten Stärke auf sich?

  • Resistente Stärke, vor allem jene vom Typ 3, regt die Bildung von kurzkettigen Fettsäuren im Darm an: Butyrat, Propionat, Acetat. Die kurzkettigen Fettsäuren sind das Lieblingsfutter der Darmbakterien und sie haben entzündungshemmende Funktionen ebenso wie die Stärkung der Abwehr. 
  • Durch die genannten kurzkettigen Fettsäuren wird die Darmschleimhaut mit Energie versorgt. Die Darmschleimhautzellen werden in ihrer Erneuerung unterstützt. Das Stuhlvolumen wird größer.
    Butyrat hemmt die Umwandlung von primären zu sekundären Gallensäuren im Dickdarm. Zudem wird die Darmflora durch Butyrat unterstützt.
  • Dabei bindet die resistente Stärke kaum Wasser und verlängert auch nicht die Verdauungszeit. Sie senkt den pH-Wert im Darm (dadurch die entzündungshemmende Wirkung) und ebenso den oxidativen Stress.
    Resistente Stärke, Typ 3, wird als Bestandteil möglicher Vorbeugung gegen Dickdarmkrebs in Erwägung gezogen. Dies schreibe ich in aller gebotenen Vorsicht, aber die Zeichen stehen hier gut.
  • Die Effekte auf den Insulin- und Blutzuckerspiegel sind ebenso ein Benefit. Der Blutzuckeranstieg verlangsamt sich und die Insulinempfindlichkeit der Zellen kann sich verbessern. Dies insgesamt kann sich auf die HbA1c Konzentration positiv auswirken. 
  • In Tierversuchen wurde eine Abnahme der Triglyzeriden im Blut vermerkt. Doch dies ließ sich am Menschen bislang nicht bestätigen. 
  • Resistente Stärke Typ 3 macht satt bei wenig Kalorienlast.

Zusammenfassend:

  • Verbesserter Zuckerstoffwechsel
  • Verbesserter Fettstoffwechsel
  • Verbesserte Sättigung
  • Stärkung der Darmflora
  • Verbesserte Aufnahme von Mikronährstoffen
  • Durch Butyrat Vorbeugung gegen Darmerkrankungen
  • Anti-entzündliche Wirkung auf den Darm


FAZIT:

Während der Darmsanierung iss gut und gerne Kartoffeln, besonders als Salat oder abgekühlt.


Zu guter Letzt:

Eine Darmsanierung bringt auch oft eine emotionale Reinigung und Aufbauphase mit sich. Gönne Dir das! In der ersten Woche lasse immer mal wieder folgende Affirmationen in Dir wirken:


  • Ich lasse Altes mit Freude los. 
  • Ich bin bereit, mich zu verändern. 
  • Ich bin sicher, auch bei Veränderungen.


Und nun: Viel Spaß!