Einjähriger Beifuß

Artemisia annua

ist eine Pflanzenart der Gattung Artemisia (Wermutgewächse) und aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae, früher: Compositae).

Pflanzenfamilie

Zu den Wermutgewächsen gehören ca. 400 Arten, unter anderem:

  • Artemisia vulgaris: Beifuß, gewöhnlicher, bekannt als Gewürz
  • Artemisia campestris: Feld-Beifuß, immergrün, wächst auf Trockenrasen, ist durch die bis 1,5 m tief reichenden Wurzeln an Trockenheit angepasst.
  • Artemisia maritima: Strandbeifuß
  • Artemisia drakunkula: Estragon (Drachenkraut)
  • Artemisia absinthium: Wermut
  • Artemisia cina: Steppenkraut, stärkstes wurmwidriges Mittel, enthält das stark Hirnzellen zerstörende Oleum absintii, das auch im Wermut enthalten ist. Bei Überdosierung lähmt es die Nerven, darum nur als Tee und ohne Alkohol!

Name

  • Artemisia: nach der griechischen Göttin Artemis
  • annua: einjährig
  • Synonyme: Artemisia chamomilla, Artemisia stewartii, Artemisia wadei
  • englisch: annual wormwood, sweet annie, sweet wormwood (süßes Wurmkraut)

Botanik und Allgemeines

Wurzeln

einjährige Pflanze mit feinem Wurzelwerk. Sie kann vermehrt werden, indem man Stecklinge schräg in die Erde steckt, die dann Wurzeln treiben.

 

Stängel

völlig kahl, rund mit feinen Längsrillen, die Pflanze kann bis zu 2,5 m hoch werden

 

Blätter

zwei- bis dreifach zart gefiedert, hellgrün. 2,5-5 cm lang, 1-3 cm breit Auffallend ist der angenehm aromatische Geruch der ganzen Pflanze, der besonders stark wahrzunehmen ist, wenn die Blätter gerieben werden

 

Blüten

die Pflanze bildet im August sehr kleine gelbgrüne Teilblütenstände mit nickenden Blütenköpfchen, die zusammen einen rispigen Blütenstand bilden. Bestäubung durch Wind oder Insekten.

 

Früchte

viele winzig kleine dunkle Samen (Ca. 2000 Samen pro Pflanze, mit Hülle 1 mm groß).Sie sind lange haltbar, keimen im Warmen nach 3-5 Tagen, bei 18 Grad nach ca.18 Tagen. Lichtkeimer! Nicht mit Erde bedecken!

 

Standort

bevorzugt wird ein sandiger Boden, viel Sonne und eine ausreichende Wasserversorgung, gerne in der Nähe von Flüssen. Bei Anzucht im Topf: sonniger Standort, feuchte Füße, Erde nicht austrocknen lassen! Im Freiland vertragen sie Kälte bis -2°C. Also lieber bis nach den Eisheiligen warten und sie dann Ende Mai ins Freie pflanzen.

 

Herkunft

China

 

Verbreitung

von China über Nord-Indien und Irak bis nach Südosteuropa mit Rumänien, Bulgarien, Albanien. In Süd- und Mitteleuropa ist Artemisia annua ein Neophyt (eingewandert und eingebürgert), in Deutschland z. B. entlang der Elbe. Der einjährige Beifuß bevölkert die sommerwarmen Regengebieten Eurasiens, also die nördliche Hemisphäre.

 

Anbau

vor allem in tropischen Ländern. Afrika (Hauptanbauländer Kenia und Nigeria), China, Vietnam, aber auch Deutschland und Frankreich.
Die Pflanzen sind unempfindlich gegen Schädlingsbefall oder Krankheitskeime.

Wirkstoffe

Artemisia annua ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen.
Bisher hat man mehr als 600 biologisch wirksame Inhaltsstoffe bestimmen können.

  • Artemisinin, ein Sesqiterpen, welches hauptsächlich in den drüsigen Haaren der Blättern gebildet wird. Die Blätter haben kurz vor der Blüte den höchsten Artemisinin-Gehalt.
    Um 1 kg Artemisinin zu erhalten, muss man 1200 kg Blätter verarbeiten! Artemisinin macht die Hauptwirkung gegen Malaria aus, was auf seiner Reaktion mit Eisen beruht: kommt es mit Eisen in Kontakt, läuft eine chemische Reaktion ab, bei der freie Radikale entstehen. Diese wirken so zerstörerisch, dass die Malaria-Zelle zugrunde geht.
    Sowohl Malaria-Zellen als auch Krebs-Zellen enthalten sehr viel Eisen und sind somit anfällig für diese Reaktion. Gesunde Zellen sind nicht gefährdet. Interessanterweise ist die Bioverfügbarkeit des Artemisinins im Gesamtauszug höher, als beim isolierten Artemisinin.
  • Eiweiß (ca. 27%!!!). Die gesunde Zusammensetzung der Aminosäuren macht es leicht verdaulich und sehr unterstützend für Gesunderhaltung und Heilung: Alanin, Asparaginsäure, Cystein, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin Tryptophan und Tyrosin sind Aminosäuren, die lebenswichtige Aufgaben im menschlichen Organismus haben.
  • Fettsäuren (ca. 8 %), ungesättigt. Essenzielle Fettsäuren sind unentbehrlich für alle Funktionen unseres Körpers.
  • Kohlenhydrate
  • Mineralstoffe und Spurenelemente: Eisen, Mangan, Zink, Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel, Bor
  • Vitamine: vor allem ist viel Vit. E enthalte (fast 23 mg/kg), wichtiges Antioxidans, Schutz für alle Zellen.
  • Faserstoffe (ca. 65 %): wichtig für das Mikrobiom, die Darmfunktion und das Immunsystem
  • Antioxidantien: sie sind die Gegenspieler zu freien Radikalen, die Zellschädigungen verursachen. Artemisia annua ist eine der 4 Pflanzen mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien und kann daher zum Schutz des Nervensystems, des Herz-Kreislaufsystems, aller Zellen und sogar des Erbgutes beitragen. Der ORAC-Wert gibt das antioxidative Potential einer Substanz an. (“Oxygen Radical Absorbance Capacity”, also die Fähigkeit, Sauerstoffradikale abzufangen).

 

Der ORAC-Wert von Artemisia annua liegt bei beachtlichen 72.820!
Zum Vergleich: die heimische Heilpflanze mit dem nächst höheren Gehalt wäre die Holunderbeere mit einem Wert von 14697. Also fas 5 x so viel!
Zu den antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen von Artemisia annua gehören: Polyphenole, Vitamin E, Purine, Flavonoide, Lipide, Kumarine, Steroide, Zink, Selen und die essenziellen Fettsäuren.

 

  • Das Ätherische Öl im einjährigen Beifuß setzt sich aus über 20 verschiedenen Bestandteilen zusammen, u.a. Kampfer, Artemisia-Ketonen, Alpha- und Beta- Pinen. Sie sind im hohen Maße für die antibakterielle, antivirale, fungizide , antitumorale und entzündungslindernde Wirkung mitverantwortlich.
    Pinene verbessern beispielsweise die Sauerstoffkonzentration im Blut.
  • Bitterstoffe sind reichlich vorhanden.
  • Chlorophyll in großer Menge! (Eisen- und Magnesium-Lieferant, Entgiftung, Zell-Schutz, Wundheilung, Darmflora, gegen Mundgeruch, reich an Vitaminen, belebende Wirkung)

Wirkungen

  • Fiebersenkend (u.a. durch Menthol, Copaene, die in vielen Öl produzierenden Pflanzen enthalten sind)
  • Entzündungslindernd
  • Schmerzlindernd
  • Schleim lösend (Entgiftung und Entschleimung durch Bitterstoffe)
  • Verdauung wird gefördert (Bitterstoffe)
  • Die Leber wird in ihren Funktionen unterstützt (Bitterstoffe)
  • Die Bauchspeicheldrüse wird in ihren Funktionen unterstützt (Bitterstoffe)
  • Cholesterin-Stoffwechselunterstützend, Cholesterinspiegel im Blut senkend
  • Nervensystem: Nerven beruhigend (Caren, ein enthaltenes Monoterpen, wirkt entspannend).
  • Leistungssteigernd
  • Der angenehme Duft vertreibt Insekten und dämmt unangenehme Gerüche ein.

Haupt-Indikationen

1. Adaptogen

Das lateinische adaptare bedeutet anpassen.

  • Artemisia hilft, uns an schwierige Situationen seelisch und körperlich anzupassen, um sie gut zu überstehen.
  • Wir werden belastbarer, konzentrierter und widerstandsfähiger.
  • Diese Stärkung unserer Resilienz schützt uns vor stressbedingten Erkrankungen und verbessert die Regenerationskraft.
  • Im Gegensatz zu Stimulanzien werden die Nebennieren, die wichtige Hormone wie Cortisol ausschütten, nicht erschöpft, sondern geschont.
  • Adaptogene wirken normalisierend auf den Stoffwechsel. Daher sind Adaptogene auch für die Langzeit-Behandlung geeignet und helfen,
    unser körperliches, seelisches und geistiges Potential auszuleben
 

2. Immunstärkung

  • Zellschutz durch Antioxidantien
  • Versorgung mit lebenswichtigen Inhaltsstoffen
  • Minimaldosis: 1 Tl getrocknete Blätter, Tee 15 min ziehen lassen.
  • Am Besten mit Moringa oleifera zusammen.
 

3. Keimhemmend bis -tötend

  • Antibakteriell, antiviral, antifungizid (durch Kampfer, Alpha-Terpineol, Copaene, Artemisia-Ketone, Alpha- und Beta-Pinene, Artemisinin, Terpene, Phenolsäuren, Flavonoide, Polysaccharide, Kumarine und viele andere Inhaltsstoffe sorgen für die Wirkung).
  • Bakterien

    • verschiedene Grampositive und gramnegative Bakterien

  • Malaria

    • Erreger der Malaria sind Plasmodien: einzellige Parasiten, die zur Klasse der Sporozoen oder nach neuerer Systematik zum Stamm Apicomplexa zählen. Plasmodien werden von der Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen. (Artemisinin, Artemetin, Casticin, Chrysoplenetin, Chrysoplenol-D, Cirsilineol, Ascaridol, Eupatorin, Ölsäure, Quercetin, Terpene, Phenolsäuren, Flavonoide, Polysaccharide, Kumarine, Ascaridole, Eupatorin, Oleanolsäure, und viele andere Inhaltsstoffe sorgen für die Plasmodien reduzierende Wirkung. Diese Vielfalt wirkt in einem Synergismus zusammen und verhindert wirkungsvoll die Entstehung von Resistenzen).

Malaria ist eine Tropenkrankheit, aber auch Europa war lange Zeit Brutstätte von Malaria-Epidemien: z. B.1557 in Teilen von Nord- und Mitteldeutschland, an Küstengebieten, in Marschen und Mooren sowie an großen Flüssen.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Malaria aufgrund von Kanalisierung, Flussregulierung und Trockenlegung aus Deutschland weitgehend verschwunden. Seit den 1960er Jahren steigen die Malaria-Fälle bedingt durch den Klimawandel hierzulande wieder an.

Zur Malaria-Prophylaxe und -Behandlung in den Tropen wird empfohlen:

Artemisia annua zusammen mit Moringa oleifera (je 1,5 g / d).

Bei einer Erkrankung bewirkt die Behandlung mit Artemisia annua Folgendes: Erreger werden zerstört und an der Vermehrung gehindert.

Symptome verschwinden (Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Gliederschmerzen).

  • Borreliose

    • Borrelien gehören zu den ältesten bekannten Bakterien überhaupt.
    • Das Symptombild ist vielfältig. Die Symptome werden durch die Entzündung oder durch die Toxine der Erreger hervorgerufen.
    • Artemisia annua sorgt für:
      • Schutz (Prophylaxe) durch Immunstärkung
      • Reduzierung der Erregerlast (Artemisia öffnet die Zelle, in der sich Borrelien verstecken)
      • Abklingen der Beschwerden
    • Mögliches Therapie-Schema:
      5 g Pulver / Tag für 4 Wochen, dann
      1,25 g / Tag für 4-8 Wochen.
      Alle 3 Stunden etwas davon trinken (wegen der geringen Halbwertszeit). Optimal mit Moringa oleifera, Lapacho Karde, Katzenkralle und einem guten Borreliose-Programm (Ernährung, Schwitzen, Vitamine, Eisen,…) Zecken-Schutz, z. B. mit Mischungen ätherischer Öle.
  • Viren

    • Corona-Viren

SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) ist ein neues Beta-Coronavirus, das Anfang 2020 als Auslöser von COVID-19 identifiziert wurde. Coronaviren sind unter Säugetieren und Vögeln weit verbreitet. Sie verursachen beim Menschen vorwiegend milde Erkältungskrankheiten, können aber mitunter schwere Lungenentzündungen hervorrufen. Da es keine wirksame Behandlung gegen COVID-19 gibt, werden Medikamente, die gegen Malaria, Ebola und SARS-CoV von 2005 angewendet wurden, untersucht. Forscher des Max-Planck-Institutes fanden heraus, dass Artemisia annua-Blattextrakt nach Extraktion mit reinem Ethanol oder destilliertem Wasser eine signifikante antivirale Aktivität gegen Coronaviren zeigte. Die antivirale Aktivität nahm signifikant zu, wenn Ethanolextrakt mit Kaffee kombiniert wurde.

    • AIDS/HIV

unheilbare Viruserkrankung, es gibt aber zahlreiche Berichte davon, dass mit Artemisia-Tee oder -Pulver Beschwerdefreiheit erreicht wurde. Cytomegaloviren verursachen Zytomegalie (wie Mini-Mononukleose) Eppstein-Barr-Viren (EBV) sind auch Herpes-Viren, sie verursachen Pfeiffer-Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) Herpes-simplex-Viren 1+2 verursachen Herpes-Infektionen (Haut und Schleimhäute)


    • Aspergillus fumigatus, einem häufig anzutreffenden Pilz, der für immungeschwächte Menschen ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.
    • Leptospira interrogans (Spirochäten) verursachen Leptospirose, eine Infektionskrankheit. Sie kann unter anderem die Leber, die Niere und die Hirnhaut betreffen. Es handelt sich dabei um eine meldepflichtige Zoonose (Wirte: Ratten und Mäuse, Schweine und Rinder).
 

4. Krebsabwehr

  • Zerstörung von Krebszellen: Artemisinin und Artenusat reagieren mit dem Eisen in der Krebs-Zelle, dabei entstehen freie Radikale, die diese zerstören. Bessere Wirkung durch Eisengabe (Ferro sanol) vor der Artemisia-Therapie (6 Wochen lang).

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr empfiehlt: je 1 Kps. / Drg. mit 50mg Eisen morgens vor und nach dem Frühstück einnehmen, Artemisia Tee / Pulver mittags und abends, mit Moringa.

  • Hemmung von Tumorwachstum(mindestens 20 Wirkstoffe aus Artemisia annua sind als antitumoral bekannt: Menthol, Alpha-Terpineol, Eucalyptol – besonders bei Leukämie-Zellen, Artemisinin, Terpene, Phenolsäuren, Flavonoide, Polysaccharide, Kumarine, …).

  • Artemisinin und seine Derivate machen die Krebs-Zelle wieder für die Immunabwehr sichtbar und damit angreifbar.

  • Selektive Wirkung: nur auf Krebs-Zellen, nicht auf gesunde Zellen!

  • Viele weltweite Studien haben eindeutig die krebshemmende Wirkung belegt.

  • Der Stoffwechsel der Krebs-Zelle wird gestört. Oft wird die Apoptose (Selbstmordprogramm kranker / befallener Zellen) ausgelöst.

  • Chemo- und Strahlentherapie-Wirkung wird optimiert und die Nebenwirkungen minimiert.

  • Neoangiogenese (Neubildung von Blutgefäßen durch den Tumor) wird behindert, dadurch wird Metastasenbildung erschwert

  • Alle Krebsarten reagieren auf Artemisinin. Gute Erfahrungswerte liegen vor für Brustkrebs, Leukämie, Prostatakrebs, Dickdarmkrebs, Krebs der Eierstöcke, und Gebärmutter

  • Mögliches Therapie-Schema:
    5-10 g Pulver / Tag für 1-6 Wochen, dann
    1,25 g / Tag für Wochen, Monate oder Jahre.
    Moringa oleifera dazugegeben, verlängert die Halbwertszeit von Artemisinin: Mindestdosis 2,5 g Artemisia-Pulver (= 1 Tl, gehäuft) und 5 g Moringa-Pulver morgens und abends in Joghurt oder Wasser eingerührt oder als Tee (Blätter).

  • Eignet sich auch als Krebs-Prophylaxe! (Niedriger dosiert)

Weitere Indikationen

  • Magen & Darm

Artemisia ist eine aromatische Bitterstoff-Droge.
Bitterstoffe sind wichtig für das Fließen der Verdauungsfunktionen von Magen, Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse: die Peristaltik wird angeregt, mehr Verdauungssäfte gebildet und die Ausscheidung von Abfällen unterstützt. Bitterstoffe und die entzündungshemmende Wirkstoffe helfen bei Wurmbefall (mit Papaya-Samen, -Blätter und Fruchtfleisch der grünen Papaya), Durchfall, Blähungen, Krämpfe, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Hepatitis.

 

Universaltherapie gegen Parasiten:
10-20g der getrockneten Pflanze täglich, 7-14 Tage lang über den Tag verteilt als Tee trinken. Dazu:
Lapacho (Tabebuia avellanedeae)
1Liter Tee täglich über den Tag verteilt 7-14 Tage lang
(~4 Teelöffel Lapacho auf 1L)

 

  • Gelenkschmerzen, Arthritis

  • Fieber und Erkältungskrankheiten: Tee-Anwendung

  • bakterielle Infektionen: Artemisia wirkt wie ein Breitband-Antibiotikum

    innerliche und äußerliche Anwendung

  • Azidose: Artemisia annua ist eine stark Basen bildende Pflanze.

    Noch wirkungsvoller mit Moringa oleifera (hohe Dichte an Spurenelementen

    und Mineralstoffen)

  • Erkältungskrankheiten

  • Augenentzündungen (äußerlich baden/Kompressen und innerlich Tee)

  • Verschleimung der Nasennebenhöhlen, Bronchien, des Stoffwechsels (wird

    immer träger), des Blutes (wird dickflüssiger).

    Artemisia annua hilft beim Entsäuern, Entschlacken, Entgiften.

  • Nervensystem: Erschöpfung, Unruhe, Epilepsie

    (tägl. 1 l Tee brachte einigen Probanden Anfallsfreiheit),

    Morbus Parkinson

  • Blasenreizung und -entzündung (mit Cranberrys usw.),

    Inkontinenz

  • Stoffwechsel: regulierende Wirkung auf ~Diabetes

    Für Typ 1: Artemisinin wandelt Alpha-Zellen des Pankras in Insulin produzierende Beta-Zellen um.
    Für Typ 2: Artemisia senkt den erhöhten Blutzuckerspiegel indem die Insulinproduktion angeregt und die Insulinresistenz reduziert wird. ~Cholesterinsynthese

  • Haut: Dekubitus, Psoriasis, Infektionen, Warzen, Ekzeme (an den Innenseiten der Hände), Pilzbefall, Wundbehandlung, Geschwüre, Abszesse, Akne, Herpes, Insektenstiche, Rosazea (Couperose), Windeldermatitis, Neurodermitis, Hämorrhoiden. Artemisia-Salbe ist wundheilend und desinfizierend

  • Schleimhaut:Nasenbluten, Pilzbefall

  • Menstruationsbeschwerden, PMS

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck (regulierende Wirkung)

Kontraindikationen / Warnhinweise

  • bei normaler Dosierung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
  • Sogar Kinder werden mit Artemisia annua – Medikamenten behandelt.
  • Auch das Allergiepotenzial ist äußerst gering(im Gegensatz zu anderen Artemisia-Arten)
  • Wer von Artemisia annua wach wird, sollte es nicht abends einnehmen.
  • Dosis langsam steigern, um sich an die Bitterstoffe zu gewöhnen und um dieEntgiftungsorgane nicht zu überlasten, wenn plötzlich viele Erreger absterben.
  • In der Schwangerschaft ist die Anwendung mit der Gynäkologin zubesprechen.

Verwendete Pflanzenteile

  • Die Blätter sind die heilkräftigsten Teile der Pflanze.

Gute Qualität erkennt man an dunkelgrünen Blättern ohne Blüten und Stängel. Der Geruch sollte intensiv sein (wie frisches Heu mit Kamille).
Sie werden als Tee, Pulver, Öl-, Alkohol- oder Glycerin- Auszug verarbeitet. Sehr gute Fettlöslichkeit! (Gut für Öl- und Salbenherstellung).

  • Blüten können mitverwendet werden, wenn man versäumt hat, die Blätter vor der Blüte zu ernten.
  • Stängel haben kaum Inhaltsstoffe

Anwendungsformen

innerlich:

  • wenn die Einnahme aus therapeutischen Gründen erfolgt: mehrere Portionen über den Tag verteilen! (Wegen der geringen Halbwertszeit des Artemisinins und anderer Inhaltsstoffe von 3-4 Stunden im Blut)
  • frische Blätter kauen (z. B. bei Pilzbefall im Mund)
  • Tee aus frischen oder getrockneten Blättern:Polyphenole können gelöst werden, die bei Pulver-Einnahme nicht frei werden. Optimal: 80°C, 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
    5 g getrocknete Blätter entsprechen 25 g frischen Blättern.
  • Pulver:
    Vorteil: man kann es in öl- oder fetthaltige Lebensmittel einrühren, was zur besseren Aufnahme fett-löslicher Bestandteile beiträgt.
    1,5 g = 1 gestrichener Teelöffel
    2,5 g = 1 gehäufter Teelöffel
  • Kapseln mit Pulver
  • Auszug mit Alkohol (Artemisia-Kräuterbitter)Tinktur: Die Pflanzenteile werden zerkleinert und in ein Schraubglas gefüllt, bis es 2/3 voll ist. Dann wird das Glas bis zum Rand mit Alkohol aufgefüllt: 99% aus der Apotheke, Supersprit, Wodka oder Doppelkorn – die haben keinen Eigengeschmack und einen hohen Alkoholanteil. 2-4 Wochen lang dunkel bei Raumtemperatur stehen lassen, ab und zu schütteln, dann durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen und in dunkle Tropf-Fläschchen abfüllen. Wichtig: Beschriften!
  • Auszug mit Glycerin (ein Zuckeralkohol, ölige Konsistenz, Bestandteil von Fetten, z. B. rein pflanzlich, aus Bio-Leinsamen und destilliertem Wasser).
  • Auszug mit DMSO: geht sehr schnell! Aber vorsichtig: es ist ein Lösungsmittel, löst Plastik an und transportiert alles schnell in den Körper.

 

äußerlich

  • Öl ansetzen: 10 g Blattpulver (für Kinder oder großflächige Anwendung weniger) mit100g Oliven- oder Rizinusöl verrühren
  • Salbe kochen: Öl mit Blattpulver im Wasserbad erhitzen und 1 Stunde lang köcheln lassen durch ein sauberes Tuch filtern
    ca. 15g Bienenwachs hinzugeben, bis die Salbe die gewünschte Konsistenz hat.Warm in saubere Gläschen (Braunglas) abfüllen,dunkel und kühl aufbewahren. (Ca. 1 Jahr haltbar).
  • Tee als Umschlag, Bad, Kompresse, Inhalation

Planet

  • Mond: liebt Feuchtigkeit
  • Merkur: lang, schlank, beweglich
  • Venus: wohlriechend und filigran, kleine zarte Blüten
  • Sonne: zarte gekerbte Blätter
  • Mars: bitter
    Jupiter: feine subtile Härchen

 

Artemisia annua hat Signaturen von allen Planeten in einem sehr ausgeglichenen Maß, jedoch vom Saturn hat sie wenig.

Geschichte / Mythologie

  • In China wird der einjährige Beifuß unter dem Namen Qing Hao seit mehr als 2000 Jahren als Heilpflanze gegen Malaria und Parasitenbefall verwendet.
  • Artemis (römisch: Diana) ist eine wichtige Gottheit in der griechischenMythologie. Sie war die Zwillingsschwester von Apollon, lebte auf der Insel Delos und schoss weithin tödliche Pfeile. Sie ist afrikanisch, schwarz und die Schutzgöttin der gebärenden Frauen, der Jagd, des Waldes, und des Mondes sowie die Hüterin der Frauen und Kinder.Ihr ist die heilkräftige Pflanze geweiht, daher ist sie die Namensgeberin.
  • 1. Jahrhundert: Erwähnung in der Materia Medica („heilende Substanz“),einer Textsammlungen über die Wirkung von Substanzen, die zu Heilzwecken verwendet werden (Pflanzen, Tiere, Mineralien). Werk des griechischen Arztes Pedanios Dioskurides.
  • Hinweis auf die Wirkung bei Malaria im 4. Jahrhundert
  • Artemisia annua wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum,erstveröffentlicht.
  • 1971 wurde Artemisinin erstmals chemisch isoliert.
  • Erst seit 2002 ist der Inhaltsstoff “Artemisinin” von der WHO als wirksamesMittel gegen Malaria anerkannt.
  • 2015 wurde die chinesische Pharmakologin Tu Youyou für dieSubstanzgewinnung von Artemisinin mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte Artemisia annua als Malaria-Mittel wiederentdeckt, als im Vietnamkrieg viele Soldaten Opfer der Malaria wurden.
    Sie fand den zündenden Hinweis in einer Schrift von Ge Hong (283-343), der beschrieb, dass die Pflanze bei niedrigen Temperaturen extrahiert werden soll.
  • Die aktuell von der WHO empfohlene Therapie gegen Malaria besteht aus einem Kombinationspräparat aus Artemether (aus Artemisia annua) und Lumefantrin (Handelsnamen Coartem, Riamet; Hersteller Novartis).
    Man nennt das ACT (Artemisinin Combination Therapy).Die Kombination ist notwendig, da Artemisinin alleine nur eine Halbwertszeit von 3-4 Stunden hat.
  • Mittlerweile wird der Einsatz der Pflanze, der Pflanzenextrakte oder isolierter Wirkstoffe auch gegen einige Krebsarten (Brustkrebs, Leukämie und Prostatakrebs) erprobt.
  • Die christliche Gruppe Anamed (Aktion Natürliche Medizin in den Tropen), die sich für das Gesundheitswesen und preiswerte Medizin in den Entwicklungsländern (Schwerpunkt Afrika) einsetzt, empfiehlt:
    Artemisia annua zusammen mit Moringa oleifera (je 1,5 g / d) zur Prophylaxe und Behandlung von Malaria.
  • 2020: Während der COVID-19-Krise 2020 wurde in Madagaskar ein Kräutertrunk mit Einjährigem Beifuß als Basis entwickelt, um der Krankheit entgegenzuwirken. Forscher des Max-Planck-Instituts untersuchten daraufhin Artemisia-Präparate und bestätigten die antiviralen Wirkung des ethanolischen Blätter-Extrakts, welche sich durch die Hinzugabe von Kaffee noch erhöhte, während das isolierte Artemisinin sich als unwirksam erwies.

Wissenswertes

  • Tierheilkunde: auch hier findet Artemisia Anwendung

    • Kühe mit Durchfall
    • Hunde mit Krebs
    • Pferde mit Borreliose
    • Coccidiose: Durchfall bei Kaninchen und Hühnern
  • Wasserreinigung:
    Artemisia-Tee vernichtet Keime in verunreinigtem Wasser effektiver als Abkochen! Das wurde von Forschungsinstituten in 6 verschiedenen Ländern bestätigt.

Quellen

  • Buhner, Stephen Harrod: Pflanzliche Virenkiller Herba Press, ISBN: 978-3-946245-01-8
  • Dirk Hoffmann, Fotos: info@hoffmann-photographien.pictures
  • Gesellschaft für biologische Krebsabwehr: https://www.biokrebs.de/images/download/Kurzinfos/Artemisia.pdf
  • https://artemisiaannua.net/de/covid-19-vom-max-planck-institut-vielversprechende-ergebnisse-der-wirksamkeit-von-artemisia-annua-auf-das-virus/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Artemis
  • https://flexikon.doccheck.com/de/Plasmodium
  • https://www.mdr.de/wissen/denkste-malaria-nur-in-den-tropen-100.html
  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html
  • https://www.symptome.ch/threads/einjaehriger-beifuss-und-lapacho-universaltherapie-gegen-parasiten.5208/
  • Max-Planck-Institut: https://www.mpg.de/14825271/artemisia-annua-artemisinin-coronavirus
  • Rätsch, Christian: Heilkräuter der AntikeDiederichs gelbe Reihe, ISBN: 3-424-01215-7
  • Simonsohn, Barbara: Artemisia Annua, Heilpflanze der Götter, Mankau, ISBN: 978-3-86374-474-8
  • Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Einjäriger_Beifuß

Bezugsquellen

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